Was ist Bodenverfestigung?
Bodenverfestigung ist ein Verfahren, in dem zusätzlich zu den Effekten der Bodenverbesserung die Widerstandsfähigkeit des Bodens gegen Beanspruchungen durch Verkehr und Klima durch Zugabe von Bindemitteln langfristig erhöht wird. Der Boden wird hierdurch im Sinne der ZTV E-StB dauerhaft tragfähig, wasserunempfindlich und frostbeständig.
Wann und wie wird Bodenverfestigung angewendet?
Bodenverfestigungen werden hauptsächlich für folgende Zwecke ausgeführt:
| Bauweise 1: | Verfestigen der Planumsschicht als gleichmäßig hochtragfähige Unterlage der Oberbauschichten |
| Bauweise 2: | Voll- oder Teilersatz der mineralischen Frostschutzschicht des Oberbaus durch frostsicheres Verfestigen des in der Planumsschicht anstehenden oder eingebauten Bodens |
| Bauweise 3: | Verfestigen der mineralischen Frostschutzschicht im Oberbau |
| Bauweise 4 | Befestigen von untergeordneten Straßen, Erdstraßen und Wegen Bauverfahren |
Die Bauverfahren für die Bodenverfestigung werden nach dem Mischvorgang unterschieden.
1. Baumischverfahren (mixed in place)
Das Verfahren erfolgt an Ort und Stelle mit den entsprechenden Geräten wie Bindemittelstreuer und Mischmaschine wie z.B. Fräse, sowie Planums- und Verdichtungsgeräten
2. Zentralmischverfahren
Das Mischen des Bodens, des Bindemittels, des erforderlichen Wassers und der erforderlichen Zusatzstoffe erfolgt in ortsfesten Mischanlagen. Die für das Einbauen des fertigen Gemisches benötigten Maschinen und Arbeitsgänge entsprechen i. d. R. dem Baumischverfahren.
Literatur
- Merkblatt für Bodenverfestigungen und Bodenverbesserungen mit Bindemittel; Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, Köln; Ausgabe 2004 ZTVE E-StB
- Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau; Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, Köln; Ausgabe 1997 RStO 01
- Richtlinie für Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen; Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, Köln; Ausgabe 2001




